Bananenschale
Lebensmittelverschwendung

10 unerwartet essbare Lebensmittelreste

Oft landen Schale, Strunke und Blätter von Obst und Gemüse direkt im Biomüll, dabei enthalten genau diese viele Vitamine und Nährstoffe. Die folgenden 10 Obst- und Gemüsereste kannst du bedenkenlos essen und damit Lebensmittelverschwendung vermeiden.

Wassermelonenschale

Wassermelonenschale

Auf die Idee, die Schale der Wassermelone mitzuessen, wäre ich alleine wohl nie gekommen. Beim Abknabbern des leckeren Fruchtfleisches hört man schnell am grünlichen Teil auf, da dieser doch sehr bitter ist. Aber auch dieser enthält wertvollen Nährstoffen, z. B. das sog. Citrullin sowie Arginin, deren Verbindung der Herzgesundheit und dem Immunsystem hilft.

Da der grünliche Teil wie gesagt etwas bitter ist, eignet er sich besonders für herzhafte Gerichte. Nach dem Entfernen der äußeren dunkelgrünen Schale kann der hellgrüne Teil z.B. in dünnen Streifen als Salat gegessen oder eingelegt werden. Eine andere Idee ist die Verwendung in Currys oder die Zubereitung von Chutneys.

Kiwischale

Kiwischale

Die haarige Kiwischale lädt erstmal nicht zum Hineinbeißen ein, aber du kannst sie tatsächlich mitessen (und sie schmeckt gar nicht so pelzig, wie sie aussieht ;-)). Außerdem verstecken sich unter der Schale, wie bei auch bei vielen anderen Obst- und Gemüsesorten, viele zusätzliche Vitamine und Nährstoffe.

Bananenschale

Bananenschale

Die Vorstellung, eine Bananenschale zu essen ist wahrscheinlich für uns alle erstmal etwas abschreckend. Ich dachte auch immer, dass die Schale giftig ist, jedoch gilt das nur für konventionelle Bananen, die bei Anbaue sehr stark mit Pestiziden behandelt wurden. Wenn du also mal eine Bananenschale probieren möchtest, dann nur von Bio-Bananen. Nach gründlichem Waschen kannst du diese z.B. im Smoothie pürieren, kochen und mit Zimt und Zucker verfeinern, oder sie im Ofen backen und mit indischen Gewürzen zubereiten.

Erdbeergrün

Auch das grüne Hütchen der Erdbeeren habe ich bis jetzt immer abgepult, bis ich erfahren habe, dass ich es bedenkenlos mitessen kann und sich hier auch noch ein paar zusätzliche Nährstoffe verstecken. Wen das Grün beim Essen doch stört, kann es zumindest in Erdeersmoothies oder Pürees dranlassen.

Erdnusshaut

Erdnusshaut

Wenn du Erdnüsse selbst knackst, ist dir bestimmt schon die rote Haut aufgefallen, die die Erdnuss umhüllt. Diese musst du jedoch nicht entfernen, sondern kannst und solltest sie mitessen. Sie enthält nämlich verschiedene Antioxidantien, die helfen, hohen Blutdruck vorzubeugen. Außerdem kurbeln die enthaltenen Bitterstoffe die Verdauung an.

Möhrengrün, Kohlrabi-, Radieschen- und andere Gemüseblätter

Oft wird direkt am Marktstand angeboten, die Gemüseblätter zu entfernen, um den Kunden und Kundinnen einen Gefallen zu tun. Bei deinem nächsten Einkauf solltest du auf jeden Fall auf das Blattgrün, denn es gibt viele Verwertungsmöglichkeiten. So kannst aus den Blätter z.B. leckere Pestos herstellen, sie gemeinsam mit etwas Obst zu Smoothies pürieren, kleingeschnitten in Suppen oder Eintöpfe geben, oder leckeres Pesto herstellen. Gesund ist dieses „Grünzeug“ ebenfalls, denn es enthält eine Menge an Antioxidantien und Vitalstoffen.

Brokkoli- und Blumenkohlstrunk

Ebenso wie die Blätter können auch die Strunke vom Blumenkohl und auch vom Brokkoli gekocht werden und z.B. zusammen mit Kartoffeln zu einem Püree verarbeitet werden. Roh schmeckt der Brokkolistrunk übrigens ähnlich wie Kohlrabi und kann z.B. mit einem leckeren Dip gegessen werden.

Gemüseschalen (Zwiebeln, Möhren, Spargel)

Selbst Gemüseresten, die beim Schnippeln übrigbleiben, müssen nicht direkt im Müll landen, sondern können vorher noch zum Kochen einer Gemüsebrühe verwendet werden. Am besten sammelst du die Reste und frierst sie ein, bis du ca. die Menge eines Gefrierbeutels zusammen hast. So geht’s: Gemüseschalen und abgeschnittene Enden von Zucchini, Möhre & Co. zusammen mit ein paar Kräuter, Salz und Pfeffer mind. ½ Stunde köcheln lassen. Brühe durch ein feines Sieb abgießen, erkalten lassen und in Einmachgläser füllen (ca. 4 Tage im Kühlschrank haltbar) oder in Eiswürfelformen einfrieren und somit immer kleine Portionen parat haben.

Neben Gemüsebrühe kannst du aus Gemüseschalen auch Gemüsechips herstellen. Hierzu eignen sich besonders die Schalen von Möhren, Pastinaken, Süßkartoffeln und roter Bete. So geht’s: die abgewaschenen Schalen kleinschneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und bei ca. 150° Umluft 10-15 Min backen.

Kürbis- und Melonenkerne

Kürbiskerne

Statt diese Kerne wegzuwerfen, kannst du die sammeln, säubern und im Backofen rösten. Mit ein paar Gewürzen (z.B. Paprika, Pfeffer, Rosmarin) wird so wird ein leckerer und gesunder Snack draus. Wenn du es lieber süß magst, gib doch statt den Gewürzen einfach etwas Zucker oder Agavendicksaft und Zimt dazu.

Fenchelgrün

Fenchelgrün

Kleingehackt eignet sich Fenchelgrün sehr gut als süßliches Topping für deinen Salat oder zur Verfeinerung eines gekochten Gerichtes. Du kannst das Grün, ebenso wie andere Kräuter auch, einfrieren und bei Bedarf auftauchen.

Hast du noch weitere Tipps, welche Lebensmittelreste essbar sind und wie man sie verwerten kann? Dann teile sie gerne in den Kommentare mit uns!

Liebste Grüße,

Isa

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